Zertifizierte Bildungsqualität

Die 1.BFS wurde mit dem DIN EN ISO 9001:2008-Zertifikat ausgezeichnet

Was die DLG-Prämierung in Gold für die Wurstqualität der Metzger, ist im für Bildungseinrichtungen die erfolgreiche Zertifizierung durch eine objektive Prüfstelle. Führend ist im Bildungsbereich hierfür die „Certqua“, die „Gesellschaft der Deutschen Wirtschaft zur Förderung und Zertifizierung von Qualitätssicherungssystemen in der Beruflichen Bildung mbH“. Seit 23. Oktober 2010 darf sich nun auch die 1. Bayerische Fleischerschule mit dem „DIN EN ISO 9001:2008- Zertifikat“ schmücken. Die Initiatorin des Projekts, Schulleiterin Barbara Zinkl, erklärt im Interview, was es mit diesem Gütesiegel auf sich hat.

Frau Zinkl, warum hat sich die 1. Bayerische Fleischerschule um dieses Qualitätssiegel bemüht?

Um dieses Gütesiegel zu bekommen muss man zunächst noch einmal alle Organisationsprozesse auf den Prüfstand stellen. Diese hinterfragen, dann qualitativ optimieren und am Ende dokumentieren. Damit sind alle Mitarbeiter auf dem gleichen Wissenstand. So können Ausfälle – egal ob krankheitsbedingt, oder weil ein Mitarbeiter im Urlaub ist – ohne Probleme kompensiert werden. Außerdem bekommen alle Mitarbeiter ein hohes Qualitätsbewusstsein und wir ziehen an einem Strang. Das Ergebnis: Bei besserer Qualität wird noch effizienter gearbeitet.

Was bedeutet das für Ihre Schüler?

Bildungsqualität wird messbar. Die Schüler profitieren davon, weil sie verschiedene Bildungseinrichtungen vergleichen können. Bei zertifizierten Schulen kann man einen hohen Qualitätsstandard erwarten, sowohl bei den Dozenten, als auch bei der Vermittlung der Lehrinhalte, so wie bei der Schulorganisation. Kurz: Bildung wird vergleichbar wie die Wurstqualität beim Metzger. Für uns als Schule bedeutet das: nur wenn wir 1A-Qualität liefern, bleiben wir auch künftig die Nummer eins.

Gibt es für die Schüler der 1. Bayerischen Fleischerschule irgendwelche Veränderungen?

Die Schüler können ab jetzt während und nach jeden Kurs Bewertungen abgeben. Diese werden von unserem Schulteam umgehend bearbeitet. Bei Reklamationen oder Beschwerden können wir auf diese Weise sofort reagieren und so das hohe Qualitätsniveau erhalten. Die Schüler erhalten also bedeutend mehr Leistung zum gleichen Tarif.

Es ist ja schon ein ziemlicher Aufwand, bis man sich als Schule mit diesem Gütesiegel schmücken darf. Was musste die 1. Bayerische Fleischerschule alles machen?

Die größte Hürde war, alle Organisationsvorgänge in den formell vorgeschriebenen Rahmen zu bringen, ohne, dass es am Ende zu theoretisch wird. Unser Team hat zahlreiche Gespräche geführt. Dabei wurden zum Beispiel Verantwortlichkeiten neu verteilt. Das hat uns sehr geholfen, komplette Organisationsabläufe zu überdenken und zu optimieren. Es wurde u. a. ein Qualitätsmanagement-Handbuch erstellt, das für alle Tätigkeiten und Entscheidungen Richtungsweisend ist.

Hört sich nach einem arbeitsintensiven Sommer an…

Das kann man wohl laut sagen! Mich hat es wahnsinnig gefreut, dass das ganze Team so hervorragend zusammengearbeitet hat. Es ist nämlich auch dem überdurchschnittlichem Engagement des Schulteams zu verdanken, dass wir auf Anhieb und in doch sehr kurzer Zeit die Prüfung durch einen externen „Auditor“ (Anm. d. Red. unabhängiger „Prüfer“) bestanden haben. Mit diesem „DIN EN ISO 9001:2008-Zertifikat“ konnte die Schule die Weichen für die Zukunft stellen. Es gilt für drei Jahre und bescheinigt der 1. Bayerischen Fleischerschule die hohe Qualität der Weiterbildungsangebote. Wir sind weltweit Marktführer – aber auch wir müssen uns weiterentwickeln.